Hintergrund

Als weltweit agierendes Unternehmen unterstützt McAfee die Modernisierung von Zollformalitäten und Handelsverfahren. Wir sind darauf angewiesen, dass wir Produkte schnell, kosteneffizient und mit möglichst wenigen Auflagen über internationale Grenzen hinweg befördern können. McAfee ist davon überzeugt, dass zuverlässige Freihandelsabkommen (FHAs) den Zugang zu ausländischen Märkten eröffnen und faire Voraussetzungen für US-Unternehmen schaffen. Zudem unterstützen wir das nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA, das sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der US-amerikanischen Industrie und den allgemeinen Beschäftigungszuwachs auswirkt.

Die 20 bestehenden FHA-Partner der USA kaufen fast die Hälfte aller in den USA produzierten Warenexporte, obwohl ihr Anteil an der Weltwirtschaft weniger als 10 % beträgt. Laut dem Peterson Institute for International Economics sind die Realeinkommen der Amerikaner 9 % höher, als sie es ohne offenen Handel wären. Bei Tätigkeiten im Exportsektor liegt die Vergütung durchschnittlich 18 % über der Bezahlung für andere Beschäftigungen.

Die US-Regierung sollte weitere FHAs aushandeln, bestehende FHAs absichern und der US-Behörde zur Handelsförderung (Trade Promotion Authority) Gesetzeskraft geben. Gut gestaltete und einheitlich umgesetzte FHAs minimieren und beseitigen Handelsschranken, die sehr schädlich für US-Unternehmen sein können.

Bedeutung für McAfee

Seit der Zeit, in der die bestehenden Handelsabkommen ursprünglich ausgehandelt wurden, hat sich Cyber-Sicherheit zu einer bedeutenden Wirtschaftskraft entwickelt. Schätzungen zufolge sollen die weltweiten Ausgaben für Cyber-Sicherheit bis 2018 auf über 100 Milliarden US-Dollar und bis 2020 auf über 170 Milliarden US-Dollar steigen. Nordamerika ist der größte Markt für Cyber-Sicherheit – mit einem sehr breiten Spektrum an Produkten und Angeboten, deren größter Anteil auf die USA entfällt. Die US-amerikanische Cyber-Sicherheitsbranche bietet zudem eine erhebliche Anzahl gut bezahlter Arbeitsplätze. Daher ist die Beseitigung des Mangels an heimischen Arbeitskräften in diesem Bereich ein nationales Ziel.

Eine Branche dieser Größe, mit dieser Dynamik und diesem Prioritätsgrad sollte in den Handelsabkommen und -strategien der USA berücksichtigt werden. Die Vereinfachung und Optimierung des internationalen Handels mit Produkten und Dienstleistungen für Cyber-Sicherheit wird das weitere Branchenwachstum begünstigen, die Beschäftigungslage im Bereich Cyber-Sicherheit verbessern sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Führungsrolle der USA im Cyber-Sicherheitsmarkt stärken.

Durch ein Übermaß an internationalen Vorschriften für Cyber-Sicherheit werden US-Unternehmen unter Umständen benachteiligt. Als eine Möglichkeit zur Regelung dieser Fragen kann die Entwicklung und Angleichung von freiwilligen Frameworks zur Steuerung von Cyber-Sicherheitsrisiken zwischen den Partnern künftiger Handelsabkommen unterstützt werden. Im Hinblick auf den Reifegrad der Cyber-Sicherheitsmärkte sowie die Wirksamkeit und Ausgereiftheit von Cyber-Sicherheitsmaßnahmen sind die nordamerikanischen Länder sehr unterschiedlich aufgestellt. Durch eine breite Ausrichtung auf ein umfassendes Framework von Cyber-Sicherheitsprinzipien könnten die Beteiligten eher dieselben Cyber-Sicherheitsziele anstreben, fundierte Entscheidungen zu Sicherheitsinvestitionen treffen und Dienstanbieter an einen einheitlichen Standard binden. Außerdem würde der Reifegrad des nordamerikanischen Marktes für Cyber-Sicherheit insgesamt erhöht.

Schwerpunkte

Weitere FHAs aushandeln

Die US-Regierung sollte weitere FHAs aushandeln und bestehende FHAs absichern. Gut gestaltete und einheitlich umgesetzte FHAs minimieren und beseitigen Handelsschranken, die sehr schädlich für US-Unternehmen sein können. Einheitlich umgesetzte FHAs tragen zum Abbau und zur Beseitigung von Handelsbarrieren bei, die Unternehmen in den USA schwächen können. Durch die Aushandlung weiterer FHAs müsste die US-Regierung als Voraussetzung für den Marktzugang nicht mehr verlangen, dass Forschung und Entwicklung, geistiges Eigentum und Fertigung lokal innerhalb ihrer Landesgrenzen angesiedelt sind. Solche Maßnahmen würden Wettbewerbsprobleme aufwerfen, das weltweite Handelsaufkommen um mehr als 90 Milliarden US-Dollar pro Jahr verringern und Innovationen im technischen Sektor schwächen.

 

Der Trade Promotion Authority Gesetzeskraft geben

McAfee ist der Meinung, dass die Regierung der Trade Promotion Authority (TPA) Gesetzeskraft geben sollte. Die TPA fördert nicht nur den Beschäftigungszuwachs in den USA, sondern steigert auch die weltweite Wettbewerbsfähigkeit der USA. Durch eine Reform der TPA stellen wir bei der Forderung stärkerer Abkommen sicher, dass unsere weltweiten Partner die Unterstützung sehen, die US-amerikanische Verhandlungsführer durch den Kongress haben. Hierdurch können wir weltwirtschaftlich konkurrieren, da faire Voraussetzungen zwischen staatlichen Unternehmen und privaten Firmen geschaffen werden. Vereinbarungen mit hohen Standards animieren außerdem Länder ohne Handelsabkommen mit den USA zur Festlegung eigener Standards. Auf diese Weise können amerikanische Unternehmen und Arbeitskräfte im globalen Wettbewerb besser mithalten.

 

Zölle für Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) abschaffen

Das Übereinkommen über den Handel mit Waren der Informationstechnologie (Information Technology Agreement, ITA) der Welthandelsorganisation (WHO) wurde im Jahr 1996 geschlossen und gilt für viele Spitzentechnologieprodukte. Heute umfasst es 82 Teilnehmer und repräsentiert damit etwa 97 % des weltweiten Handels mit IT-Produkten. Die US-Regierung sollte die Ausweitung des WHO-ITA für Zollfreiheit weiter vorantreiben – denn hiervon profitieren US-Technologieführer am meisten. Wir bei McAfee glauben, dass weniger Zölle von Vorteil für uns sein werden. Zölle sind ein unnötiges Eintrittshindernis, das oftmals ausschlaggebend für eine Kaufentscheidung zugunsten von Produkten mit weniger Gebühren ist.

 

In künftigen Abkommen die Risikoverwaltung im Bereich Cyber-Sicherheit für digitale Waren fördern

In älteren, bereits bestehenden Handelsabkommen wie NAFTA spielen die Cyber-Sicherheitsaspekte der digitalen Waren sowie Dienstleistungen, die Gegenstand dieser Abkommen sind, zumeist keine große Rolle. Durch ein Übermaß an internationalen Vorschriften für Cyber-Sicherheit werden US-Unternehmen unter Umständen im Wettbewerb benachteiligt. Zur Regelung dieser Fragen bitten wir den Handelsbeauftragen der USA (U.S. Trade Representative, USTR) für künftige Handelsabkommen dringend und mit allem Respekt um die Angleichung von freiwilligen Frameworks zur Steuerung von Cyber-Sicherheitsrisiken, so etwa der Frameworks für Cyber-Sicherheit des National Institute of Standards and Technology (NIST).