Wie surfe ich anonym, um meine Privatsphäre zu schützen?
Beim Surfen im Internet hinterlassen wir Spuren unserer Aktivitäten in Form von Klicks, besuchten Websites, Downloads und Anmeldungen, die sich zu einem umfassenden Profil zusammensetzen lassen. Wenn Sie anonym surfen möchten, stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung, mit denen Sie sich vor Online-Tracking schützen können.
In diesem Leitfaden besprechen wir die Bedeutung von Anonymität beim Surfen und stellen einige Tools und Verhaltensweisen vor, mit denen Sie Ihre Identität und Ihre persönlichen Daten schützen können. Außerdem befassen wir uns näher mit dem Thema Datenschutz und mit praktischen Maßnahmen, mit denen Sie sich schützen können, ohne Ihre Aktivitäten einschränken zu müssen. Durch die richtige Kombination all dieser Methoden können Sie die Erfassung Ihrer Daten minimieren und das Erstellen von Profilen erheblich erschweren.
Was bedeutet “anonym surfen”?
Beim anonymen Surfen wird Ihre Identität im Internet verborgen, sodass Ihre Aktivitäten nicht auf Sie persönlich zurückgeführt werden können. Dadurch reduzieren Sie die Aktivitäten, die Cyberkriminelle einsehen können, und erschweren es anderen, Ihre Spuren zu verfolgen.
Mit Datenschutz schützen Sie hingegen die Inhalte Ihrer Aktivitäten. Obwohl sich beide Prinzipien voneinander unterscheiden, haben sie viele gemeinsame Vorteile: Sie schützen Ihre Daten und hindern Websites, Werbetreibende, Netzwerke, Apps und Kriminelle daran, Ihre Aktivitäten auf Sie zurückzuführen und ein vollständiges Bild Ihrer Lebensgewohnheiten, Vorlieben und Ihres persönlichen Lebens zu erhalten.
Warum ist Anonymität wichtig?
Möglicherweise machen Sie sich keine Gedanken darüber, wenn Sie im Internet etwas anklicken oder beiläufig Suchanfragen in die Suchleiste eingeben. Im Hintergrund jedoch erfassen Datenhändler Ihre Browserdaten, Ihren Suchverlauf, Ihre Klickaktivitäten und die Nutzungsdaten Ihrer Apps oder Anwendungen, um ein detailliertes Profil von Ihnen zu erstellen. Mithilfe digitaler Tracker wie Cookies, digitalen Identifikatoren, eingebettetem Code, Tracking-Parametern in Links sowie Metadaten erfassen diese Dritten Ihre Daten und ordnen sie Ihnen bzw. Ihrem Gerät zu.
Das daraus erstellte Profil wird dann häufig genutzt, um Ihnen personalisierte Werbung oder Nachrichten in Ihrem Feed anzuzeigen. Noch schlimmer ist jedoch, dass die Daten auch im Darknet verkauft, weitergegeben oder geleakt werden können. Dies gibt Cyberkriminellen die Gelegenheit, Sie mit Betrug und Malware ins Visier zu nehmen und auf Ihre Konten zuzugreifen. Doch auch ohne Cookies verraten die individuellen Identifikatoren Ihres Geräts Ihre Identität. Identifikatoren sind unter anderem die Browserversion, die Bildschirmauflösung, die Schriftarten, der Standort und Ihr Verhalten.
Durch anonymes Surfen sollen diese Merkmale so verändert werden, dass Ihre Identität nicht mit Ihren Aktivitäten in Verbindung gebracht werden kann.
Wichtige Maßnahmen und Tools für anonymes Surfen
Um ein System zum anonymen Surfen einzurichten, ist es am besten, mehrere Maßnahmen miteinander zu kombinieren, da kein einzelnes Produkt vollständige Anonymität gewährleisten kann. Gemeinsam tragen diese Maßnahmen dazu bei, die IP-Adresse zu verbergen, Tracking zu minimieren und Daten vor neugierigen Blicken zu schützen.
Virtuelle private Netzwerke
Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) erzeugt eine verschlüsselte Verbindung zwischen Ihrem Gerät und einem Server, wodurch Ihr Standort verborgen und IP-basiertes Tracking verringert wird. Ihr Internetdienstanbieter sieht dann nur den verschlüsselten Datenverkehr, der über das VPN läuft, jedoch nicht die von Ihnen besuchten Websites. Außerdem sehen Website-Betreiber nicht Ihre lokale IP-Adresse, sondern nur die des VPN-Servers. Ein VPN kann Ihre Daten auch im öffentlichen WLAN schützen, wo Angreifer nur darauf lauern, ungeschützten Datenverkehr abzufangen.
Um zuverlässig anonym zu surfen, sollten Sie einen VPN-Anbieter wählen, der die folgenden Kriterien erfüllt:
- Online-Aktivitäten werden nicht protokolliert und der Anbieter wurde von einem unabhängigen Sicherheitsunternehmen geprüft
- Verwendet starke Verschlüsselungsprotokolle wie WireGuard oder OpenVPN
- Reale IP-Adressen werden durch DNS, IPv6 und WebRTC (Web Real-Time Communication) verschleiert
- Bietet Kill-Switch-Funktion, um Datenverkehr bei Unterbrechung der VPN-Verbindung zu stoppen
- Automatische Verbindung nach Systemstart, insbesondere bei Smartphones
- Split Tunneling wird für sensible Aufgaben deaktiviert
- Bietet transparente Datenschutzrichtlinie in Bezug auf Gerichtsbarkeit und etwaige Partnerschaften
Bitte beachten Sie, dass ein VPN zwar Ihre Privatsphäre beim täglichen Surfen, Einkaufen und Online-Banking schützt, jedoch keine vollständige Anonymität gewährleisten kann.
Der Tor-Browser
Der Tor-Browser ermöglicht anonymes Surfen, da er den Datenverkehr über einen Eingangsserver, einen mittleren Server sowie einen Ausgangsserver leitet und so verhindert wird, dass Websites Ihre Verbindung zurückverfolgen können. Für sensible Aufgaben wie Banküberweisungen und Zahlungen sind die Standardeinstellungen des Tor-Browsers in der Regel ausreichend. Allerdings müssen Sie beim Surfen mit dem Tor-Browser mit langsameren Geschwindigkeiten rechnen, da der Datenverkehr über mehrere Server läuft. Zudem kann es sein, dass Websites gesperrt sind oder zusätzliche Verifizierungen und Captchas durchgeführt werden müssen.
Um Tor optimal zu nutzen, sollten Sie keine Erweiterungen installieren, die Ihre Anonymität beeinträchtigen, und sich während der Tor-Sitzung nicht mit Ihrem echten Namen bei Konten anmelden. Wenn Ihr Internetanbieter die Nutzung von Tor erkennt oder blockiert, verbinden Sie sich zunächst mit einem VPN und öffnen anschließend den Tor-Browser.
Fortgeschrittene Benutzer, die Aufgaben mit hohem Risiko erledigen wollen, können Tor in dedizierten Umgebungen nutzen, um ihre Anonymität zusätzlich zu erhöhen.
Suchmaschinen mit Fokus auf Datenschutz
Datenschutzfreundliche Suchmaschinen leiten Anfragen über Proxys weiter, protokollieren nur das Nötigste und verwenden nur wenige Identifikatoren. Wenn Sie diese Suchmaschinen in Kombination mit einem VPN oder einem Tor-Browser nutzen, können Sie die persönlichen Daten, die bei Ihrer Suche anfallen, erheblich reduzieren.
Spezielle Browser und Erweiterungen mit Fokus auf Datenschutz
Einige Browser bieten Schutzfunktionen, die Tracker blockieren und Fingerprinting minimieren, während mit speziellen Erweiterungen Skripte eingeschränkt und Tracking-Daten aus Links entfernt werden können. Folgendes sollten Sie bei der Verwendung dieser Tools beachten:
- Aktivieren Sie den Tracking-Schutz und die Cookie-Isolierung.
- Verwenden Sie verschiedene Profile, um Aktivitäten voneinander zu trennen.
- Installieren Sie nur bewährte Datenschutzerweiterungen, die Tracker und Fingerprinting-Skripte blockieren.
- Erzwingen Sie HTTPS mit der entsprechenden Einstellung (z. B. Nur-HTTPS-Modus bei Firefox), und aktivieren Sie weitere Datenschutzfunktionen.
- Installieren Sie keine Schriftarten oder Erweiterungen, durch die sich Ihr Gerät noch individueller identifizieren ließe.
Nutzen Sie möglichst wenige Erweiterungen, da diese in Einzelfällen eine Bedrohung sein können. Mit McAfee WebAdvisor können Sie Phishing-Versuche blockieren, Dateien scannen und sich vor riskanten Links warnen lassen, noch bevor Sie darauf klicken.
Verschlüsseltes DNS und sichere Netzwerke
Wenn Sie verschlüsseltes DNS nutzen möchten, sollten Sie einen Anbieter wählen, der Verschlüsselung unterstützt und die Filterung von Malware und Trackern anbietet. Um Ihre Sicherheit zusätzlich zu erhöhen, können Sie das DNS mit einem VPN kombinieren. Deaktivieren Sie außerdem das automatische Verbinden mit öffentlichen WLAN-Netzwerken, um passives Tracking zu verhindern. Zudem empfiehlt sich eine Geräte-Firewall, mit der Sie kontrollieren können, welche Apps sich mit dem Internet verbinden dürfen. Verschlüsseltes DNS verbirgt zwar nicht den gesamten Inhalt Ihres Browsers oder alle Metadaten, es erschwert jedoch Kriminellen den Zugriff auf Ihre Daten.
Mehr Schutz durch kombinierte Maßnahmen
In Kombination wirken diese Maßnahmen wie ein mehrstufiger Schutz, der dafür sorgt, dass beim Surfen weniger Informationen über Sie preisgegeben werden, ohne die Benutzerfreundlichkeit zu beeinträchtigen:
Ein VPN verbirgt Ihre IP-Adresse vor Websites und schützt Ihre Aktivitäten vor Ihrem Internetanbieter sowie vor dem Ausspionieren in lokalen WLANs, während Tor die Herkunft des Datenverkehrs anonymisiert und sensible Vorgänge verschleiert. Datenschutzfreundliche Suchmaschinen erstellen kein Profil Ihrer Suchanfragen, Klicks und Website-Aufrufe. Entsprechende Browser und Erweiterungen blockieren zudem Tracker und Fingerprinting-Versuche. Und ein verschlüsseltes DNS dient dazu, Domainabfragen vor neugierigen Blicken im lokalen Netzwerk zu verbergen.
Anonymität nach Bedarf
Anonymität entsteht größtenteils durch die entsprechenden Tools, doch auch bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen haben Einfluss darauf. Im Folgenden finden Sie Praktiken, die Ihnen dabei helfen, Tracking zu reduzieren, mehr Kontrolle über Ihre Daten zu erlangen und Ihre Aktivitäten voneinander zu trennen, sodass Sie anonym im Internet surfen können.
Deaktivieren Sie die Tracking-Funktionen im Browser
Deaktivieren oder beschränken Sie die Funktion WebRTC, blockieren Sie Cookies von Drittanbietern, und schränken Sie die App-Berechtigungen für Standort, Kamera, Mikrofon, Benachrichtigungen und Sensoren ein. Wenn Ihr Browser über integrierte Funktionen zum Schutz vor Tracking und Fingerprinting verfügt, sollten Sie diese aktivieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines speziellen Datenschutz-Browsers für anonyme Sitzungen.
Löschen Sie Cookies und Website-Daten
Löschen Sie regelmäßig die Cookies und den Cache, oder stellen Sie Ihren Browser so ein, dass diese Daten jedes Mal gelöscht werden, wenn Sie ihn schließen – insbesondere bei privaten Profilen. Um Cookies je nach Domain oder Aktivität zu isolieren, können Sie entweder Website-Container verwenden oder getrennte Profile erstellen. Für sensible Recherchen eignen sich auch kurzlebige Sitzungen (engl. ephemeral sessions) oder temporäre Profile. Beim privaten Surfen werden zwar in der Regel keine Daten auf Ihrem lokalen System gespeichert, Ihre IP-Adresse wird jedoch nicht verschleiert. Nutzen Sie deshalb beim privaten Surfen immer auch ein VPN oder Tor.
Nutzen Sie immer eine Verschlüsselung
Erzwingen Sie HTTPS über die entsprechende Browser-Einstellung, um standardmäßig eine verschlüsselte Verbindung zu Websites herzustellen. Noch mehr Schutz bietet ein VPN, das den Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem VPN-Server verschlüsselt, insbesondere in öffentlichen WLAN-Netzen.
Minimieren Sie Geräte-Fingerprinting
Die Konfiguration Ihres Geräts und Ihrer Apps verleiht Ihrem Gerät individuelle Merkmale bzw. einen konkreten Fingerabdruck, der Rückschlüsse auf Ihre Identität zulässt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie in Ihrem anonymen Profil die Standardeinstellungen für Browser, Sprache und Zeitzone verwenden und die Diagnose- sowie die personalisierten Dienste deaktivieren, die Gerätedaten weitergeben. Wenn Sie Browser-Erweiterungen nutzen möchten, sollten Sie solche installieren, die Fingerprinting-Skripte blockieren oder randomisieren.
Trennen Sie Konten und Profile
Trennen Sie anonyme oder pseudonyme Konten von solchen, bei denen Sie Ihren echten Namen verwenden, indem Sie für jedes Konto separate Anmeldedaten und starke, eindeutige Kennwörter nutzen. Verknüpfen Sie Ihre Telefonnummern oder persönlichen E-Mail-Adressen nicht mit Ihren pseudonymen Profilen, und verwenden Sie verschiedene Browser-Profile, um eine Trennung zu gewährleisten. Erstellen und verwalten Sie Konten nur über eine geschützte Verbindung, damit Ihre IP nicht zugeordnet werden kann.
Entfernen Sie Tracking-Parameter aus Links
Entfernen Sie Tracking-Parameter wie utm_campaign, gclid oder fbclid aus URLs entweder manuell oder mithilfe automatisierter Tools oder Erweiterungen. Verfahren Sie ebenso, wenn Sie Links an andere weitergeben. Kopieren Sie nur die saubere Basis-URL, um zu vermeiden, dass Links auf Sie zurückgeführt werden können.
Vorsicht bei Dateien und Downloads
Dokumente und andere heruntergeladene Dateiformate können eingebettete Metadaten wie Autorennamen oder Gerätedaten enthalten. Um Ihre Anonymität zu wahren, öffnen Sie die Dateien vor dem Weiterleiten in einer isolierten Umgebung und entfernen die Metadaten. Für sensible Downloads sollten Sie zudem das automatische Cloud-Backup deaktivieren. Bei PDF-Dateien können Sie einfach den integrierten PDF-Viewer des Browsers anstelle von Drittanbieter-Anwendungen oder Online-Diensten verwenden.
Verwenden Sie ein spezielles Gerät
Wenn Sie für bestimmte Aktivitäten maximale Anonymität benötigen, sollten Sie ein speziell für den Datenschutz konfiguriertes Gerät oder eine virtuelle Maschine verwenden. Wenn dies nicht möglich ist, können Sie alternativ getrennte Browser-Profile erstellen und sich bei der Nutzung strikt daran halten.
Treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen im öffentlichen WLAN
Öffentliche Netzwerke wimmeln nur so von verdeckten Angreifern. Wenn Sie dennoch anonym über ein öffentliches WLAN surfen möchten, bestätigen Sie den Netzwerknamen zunächst beim Personal, bevor Sie sich über Ihr VPN damit verbinden und Ihren Browser öffnen. Vergewissern Sie sich, dass der Kill Switch aktiviert ist, damit im Falle eines Abbruchs der VPN-Verbindung die Datenübertragung gestoppt wird. Überprüfen Sie außerdem den Tracker-Schutz und die Einstellungen für erzwungenes HTTPS. Verwenden Sie wenn möglich einen Tor-Browser, und melden Sie sich nicht bei persönlichen Konten an. Sobald Sie die Verbindung zum öffentlichen WLAN getrennt haben, sollten Sie die Funktion zum automatischen Verbinden deaktivieren.
Nutzen Sie Sicherheitstools
Eine umfassende Sicherheitssuite wie McAfee Total Protection oder McAfee+ mit Virenschutz, Firewall, VPN und Identitätsschutzfunktionen eignet sich als Ergänzung zum anonymen Surfen. In den Suites ist zudem auch McAfee WebAdvisor enthalten, eine Erweiterung, die Sie vor gefährlichen Downloads und Phishing-Seiten warnt.
Finden Sie einen Kompromiss zwischen Komfort und Anonymität
In einigen Fällen kann eine zu hohe Anonymität zu Beeinträchtigungen führen, da Websites unter Umständen eine zusätzliche Verifizierung verlangen, bestimmte IP-Bereiche blockieren oder den Zugriff über Datenschutz-Tools einschränken. Entscheidend ist also, einen Mittelweg zwischen Anonymität und Komfort zu finden.
Verwenden Sie beispielsweise Ihr Alltagsprofil nur für wirklich wichtige Dinge verwenden, bei denen Sie Ihren echten Namen angeben müssen (z. B. bei Bankgeschäften, beim Abrufen von E-Mails oder bei der Nutzung von Diensten im Gesundheitsbereich). Ihr anonymes Profil bzw. den Tor-Browser sollten Sie dagegen für Recherchen, Lektüre und Aktivitäten verwenden, bei denen Sie keine persönliche Daten benötigen.
Häufig gestellte Fragen
Macht mich der Inkognito-Modus anonym?
Das Surfen im Inkognito- oder privaten Modus verbirgt Ihre IP-Adresse nicht und verhindert auch kein Fingerprinting oder Tracking durch Dritte. Der Modus verhindert jedoch, dass der Browser den lokalen Verlauf, Cookies und Formulardaten speichert. Um wirklich anonym und mit starkem Tracker-Schutz zu surfen, sollten Sie zusätzlich ein VPN oder den Tor-Browser verwenden.
Genügt ein VPN, um anonym zu surfen?
Ein VPN verschleiert Ihre IP-Adresse und verschlüsselt den Datenverkehr im öffentlichen WLAN. Websites können Sie aber dennoch über Cookies, Fingerprinting und Kontoanmeldungen verfolgen. Um sich noch besser zu schützen, sollten Sie datenschutzfreundliche Suchmaschinen nutzen und sich während anonymer Sitzungen keinesfalls mit Ihrem echten Namen anmelden.
Kann ich online vollständig anonym sein?
Beim alltäglichen Surfen ist wahrscheinlich keine absolute Anonymität möglich, da Tracker und Analysetools im Laufe der Zeit Statistiken und Daten erfassen und ein Profil von Ihnen erstellen. Zudem können Ihre Geräte durch moderne Fingerprinting-Verfahren weiterhin identifiziert werden. Sie können jedoch so wenig wie möglich von sich preisgeben, indem Sie vertrauenswürdige Sicherheits- und Browser-Tools mit umsichtigen digitalen Gewohnheiten kombinieren.
Worauf sollte ich bei einem VPN-Anbieter achten?
Entscheiden Sie für einen Anbieter, der sich regelmäßig unabhängigen Sicherheitsprüfungen unterzieht, keine Verbindungsdaten speichert, moderne Protokolle verwendet, eine Kill-Switch-Funktion anbietet und klare Angaben zum Gerichtsstand macht. Lesen Sie die Datenschutzrichtlinien des Anbieters durch, und prüfen Sie die Vertrauenswürdigkeit des Unternehmens anhand unabhängiger Bewertungen. Wenn Sie ein VPN mit Virenschutz und Identitätsschutz wünschen, empfehlen wir Ihnen umfassende Lösungen wie McAfee Total Protection.
Ist die Qualität der Ergebnisse bei datenschutzfreundlichen Suchmaschinen schlechter?
Viele datenschutzfreundliche Suchmaschinen sind in der Lage, auch mit weniger Tracking-Daten aussagekräftige Ergebnisse zu liefern. Sie können jedoch davon ausgehen, dass die Ergebnisse weniger personalisiert sind. Wenn Sie für bestimmte Aufgaben auf Personalisierung angewiesen sind, empfiehlt es sich, die Suchanfragen mit Ihrem Alltagsprofil auszuführen.
Wie oft sollte ich die Cookies und den Verlauf löschen?
Löschen Sie Cookies und Website-Daten immer am Ende jeder Sitzung, sofern dies möglich ist. Wenn Sie die Daten täglich oder wöchentlich löschen, reduzieren Sie damit die langfristige Profilerstellung und genießen dennoch einen gewissen Komfort.
Fazit
Um anonym zu surfen, ist ein sorgfältig konfiguriertes System sowie sicherheitsbewusstes Verhalten erforderlich. Richten Sie zunächst ein seriöses VPN und starke Browser-Schutzfunktionen ein. Ergänzen Sie diese dann mit weiteren Maßnahmen wie verschlüsseltes DNS, datenschutzfreundliche Suche, Tor für sensible Sitzungen sowie besonders sichere Browser-Einstellungen. Nutzen Sie getrennte Profile für unterschiedliche Aufgaben, bereinigen Sie regelmäßig Ihre Daten, und halten Sie sich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden.
Wenn Sie Komfort und Datenschutz vereinen, machen Sie Ihre Online-Aktivitäten durch anonymes Surfen viel schwerer nachverfolgbar und schützen sich größtenteils vor Profilerstellung, Betrug und Datenmissbrauch. Befolgen Sie die oben beschriebenen Schritte, um sicher zu surfen und die Kontrolle über Ihre Daten zu behalten.



