Betrugsfälle der Woche: Gefälschte „Die Odyssee“-Downloads enthalten Malware

Betrugsfälle und Cybersicherheits-Nachrichten der Woche:

Wenn du den aktuell beliebtesten Kinofilm gratis aus dem Internet herunterladen willst, ist Vorsicht geboten: Es könnte Malware sein. 

Im Folgenden erfährst du, worauf du achten solltest. 

Gefälschte Downloads von „Die Odyssey“ sind getarnte Malware 

Apropos Trojanisches Pferd …

Sicherheitsforscher haben Berichten zufolge schädliche Downloads identifiziert, die als Raubkopien des Films „Die Odyssee“ getarnt sind. Einige davon haben Dateinamen, die suggerieren, dass es sich um qualitativ hochwertige Film-Releases handele. 

Einige Dateinamen enthalten auch vertraute Videoplayer-Symbole und typische Filmdateibezeichnungen, um seriöser zu wirken. Statt jedoch einen Film abzuspielen, sorgt das Herunterladen bzw. Ausführen der Datei dafür, dass Malware gestartet wird, die Daten vom Gerät stiehlt. Bei anderen Betrugsmaschen werden Berichten zufolge gefälschte Streaming-Seiten genutzt, auf denen die Benutzer persönliche oder Zahlungsdaten eingeben sollen, um angeblich gratis einen Film schauen zu können.  

McAfee-Forscher beobachten regelmäßig, dass Cyberkriminelle Malware über Inhalte verteilen, nach denen ohnehin bereits vielfach gesucht wird. Beliebte Filme, Serien, Spiele, Mods und Software werden dabei besonders häufig genutzt. 

In einem aktuellen Fall deckte McAfee Labs die Malware-Kampagne „WeedHack“ auf, bei der Minecraft-Spieler mit kostenlosen Mods und Clients geködert wurden, die Malware enthielten. Seit Januar haben unsere Forscher mehr als 116.000 Infektionen durch die Kampagne erfasst. 

Das Medium verändert sich – die Betrugsmasche nicht.

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Umfassender Schutz für Identität und Bonität – alles in einem Abonnement

Warum sind illegale Filmdownloads gefährlich? 

Eine vermeintliche Filmdatei kann folgende Bedrohungen enthalten: 

  • Infostealer, die Kennwörter, Browsersitzungen, Zahlungsdaten oder Kryptowährungsdaten erfassen 
  • Trojaner, mit denen Angreifer Zugriff auf Geräte erhalten 
  • Loader, die zusätzliche Malware installieren 
  • Gefälschte Browser-Updates oder -Erweiterungen, die auf Betrugsseiten oder schädliche Websites weiterleiten 

Ein besonders offensichtliches Warnsignal: Filme sollten keine ausführbaren .exe-Dateien sein. Echte Videodateien haben in der Regel Formate wie .mp4, .mkv oder .avi. 

Wenn du dir unsicher bist, lade die Datei lieber nicht herunter. 

So schützt dich McAfee vor Malware

McAfee+ bietet mehrere Schutzebenen, die dich schützen, wenn ein verlockender Download dir schaden könnte: 

Die Gerätesicherheit erkennt schädliche Apps, Dateien und Downloads, bevor diese dein Gerät schädigen können. 

Der Web-Schutz blockiert riskante Websites wie schädliche Download-Seiten – selbst wenn du versehentlich auf den Link klickst. 

Der Betrugsschutz warnt dich vor verdächtigen SMS, E-Mails, Links, QR-Codes und anderen Nachrichten, die dich möglicherweise auf eine betrügerische Website leiten. 

Die Identitätsüberwachung benachrichtigt dich, wenn deine persönlichen Daten in bekannten Datenkompromittierungen oder im Darknet auftauchen, damit du umgehend Maßnahmen ergreifen kannst. 

In Kombination decken diese Schutzfunktionen beide Aspekte von Betrugsmaschen mit gefälschten Downloads ab: Sie stoppen Malware, bevor diese auf dein Gerät gelangt, und schützen deine Daten, falls Kriminelle sie stehlen wollen. 

Weitere Neuigkeiten zum Thema Betrug und Sicherheit in dieser Woche 

Hier sind weitere Schlagzeilen zu Datenkompromittierungen, Betrugsfällen und Cybersicherheit, die diese Woche für Aufsehen gesorgt haben:

Bei einer Datenkompromittierung bei Trezor sind laut Berichten Daten von fast 14.000 Kryptowährungs-Kunden offengelegt worden.

Der Hersteller von Hardware-Wallets Trezor gibt an, dass durch einen Sicherheitsvorfall bei einem seiner Versanddienstleister persönliche Daten (darunter Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Wohnadressen) von Tausenden Kunden offengelegt wurden.  

Im McAfee-Bericht „State of the Scamiverse 2026“ (aktueller Stand in der Welt des Betrugs) wurde prognostiziert, dass Kryptowährungs- und Finanzbetrug in diesem Jahr voraussichtlich deutlich zunehmen wird. Die McAfee-Betrugserkennung identifiziert und blockiert regelmäßig Nachrichten im Zusammenhang mit Kryptowährungen.

(Quelle: Financial Times)

Die Zahl der Cyberangriffe nimmt weltweit weiter zu.

Die neueste Bedrohungsforschung zeigt, dass Unternehmen im Juli durchschnittlich 2.336 Cyberangriffe pro Woche verzeichneten – ein Anstieg um 16 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der gemeldeten Ransomware-Opfer nahm stark zu. Zu den am häufigsten angegriffenen Sektoren gehören nach wie vor der Bildungssektor, Behörden und die Telekommunikationsbranche sowie andere wichtige Bereiche.

(Quelle: IT Brief)

Android-Malware kann infizierte Smartphones für Betrug mit Kontaktlos-Zahlungen missbrauchen.

Forscher, die die zielgerichtete „WindRelay“-Kampagne untersuchten, gaben an, dass sich die Kriminellen am Telefon als Bankangestellte ausgaben. Sie überredeten die Opfer, schädliche Android-Apps zu installieren, und wiesen sie anschließend an, ihre Bankkarten an ihre Telefone zu halten. 

Dadurch konnten die Angreifer Daten für kontaktloses Bezahlen in Echtzeit weiterleiten. Den Forscher zufolge erfolgten Angriffe bereits während des Telefonats, das häufig nur etwa 13 Minuten dauerte.

(Quelle: TechRadar) 

Sicherheitstipps der Woche 

Lade Inhalte nur aus seriösen Quellen herunter. Werde sofort misstrauisch, wenn angeblich neue Kinofilme kostenlos auf unbekannten Websites angeboten werden.  

Überprüfe den tatsächlichen Dateityp, bevor du eine heruntergeladene Datei öffnest. Du solltest nie eine .exe-Anwendung ausführen müssen, um eine Filmdatei abzuspielen. 

Installiere auf keinen Fall ein „spezielles Abspielprogramm“, ein Browser-Update oder eine Erweiterung, nur um einen Film anzusehen. Schließe die Seite sofort, und rufe stattdessen einen vertrauenswürdigen Streaming-Dienst auf. 

Werde misstrauisch, wenn du unter Druck gesetzt wirst oder dir etwas Exklusives angeboten wird. Aussagen wie „Sieh dir den Film vor allen anderen an“, „geleakter Film“ oder „exklusiver Zugang“ sollen dich dazu verleiten, unüberlegt zu klicken. 

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