Ein Blick hinter die Sperrbildschirme: Wie Teens und Tweens ihre mobilen Geräte nutzen

Während unsere Teens und Tweens vor unseren Augen erwachsen werden, ändert sich auch die Art und Weise, wie sie ihre mobilen Geräte nutzen – allerdings entzieht sich dabei einiges unseren Blicken.

Mädchen und Jungen erreichen den Höhepunkt der Nutzung von Mobilgeräten etwa gleichzeitig, nämlich im Alter von 15 Jahren. In diesem Alter zeigt sich ein deutlicher Anstieg, der schnell das Niveau erreicht, das sie dann bis ins Erwachsenenalter beibehalten. Dies ist eine der vielen Erkenntnisse, die wir in unserer diesjährigen weltweiten Umfrage unter Eltern und ihren Kids gewonnen haben.

Was treiben Teens und Tweens auf ihren mobilen Geräten? Und was haben die Eltern damit zu tun? Diese Fragen haben wir Eltern und Jugendlichen gestellt. Unsere Ermittlungen geben einen Einblick in das mobile Leben von Teens und Tweens und dem, was sich hinter den Sperrbildschirmen abspielt.

Mobilegeräte sind das wichtigste Gerät – für die Jungen noch viel mehr als für ihre Eltern

Hierin sind sich Eltern und Kinder einig: Ihr Smartphone ist das wichtigste Gerät in ihrem Leben. Die Eltern setzten ihre mobilen Geräte in die obersten beiden Ränge: das Handy oder Smartphone mit 59 % vor dem Computer oder Laptop mit 42 %. Auch bei den Teens und Tweens steht das Handy oder Smartphone ganz oben auf der Liste, nämlich mit 74 % weltweit, gefolgt von der Spielkonsole (68 %).

„Hierin sind sich Eltern und Kinder einig: Ihr Smartphone ist das wichtigste Gerät in ihrem Leben.“

Teens und Tweens schätzen ihre Smartphones ganz besonders, um mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Etwa 59 % der Eltern sagten, das Mobiltelefon sei für diesen Zweck unerlässlich, während es bei den Jugendlichen 64 % waren. Für die Eltern war der Computer oder Laptop mit 42 % das zweitwichtigste Gerät, um in Kontakt zu bleiben.

Interessanterweise gaben 40 % der Jugendlichen an, ihr zweitwichtigstes Gerät, um mit anderen in Kontakt zu bleiben, sei ihre Spielkonsole, möglicherweise ein Hinweis darauf, welche wichtige Rolle das Spielen heutzutage erfüllt, wenn es darum geht, Freundschaften zu schließen und zu pflegen. Gespielt wird aber auch auf Mobilgeräten. So sagt die Hälfte aller befragten Jugendlichen, dass sie auf ihrem Smartphone spielten.

Es ist kein Geheimnis – Kinder verwischen ihre Spuren im Internet. Aber wie?

Im Großen und Ganzen stimmen die Aktivitäten, denen Kinder auf ihren Handys nachgehen, genau mit dem überein, was ihre Eltern vermuten. Dennoch gibt es innerhalb dieses Rahmens eine ganze Reihe von geheimen Aktivitäten.

Wenn es um die Lieblingsaktivitäten der Teens und Tweens geht, herrscht eine große Übereinstimmung zwischen Eltern und Kindern. Mit anderen Worten: Die Annahmen der Eltern bezüglich der Aktivitäten ihrer Teens werden im Wesentlichen von den Aussagen der Kids bestätigt:

  • Kurze Videos ansehen (YouTube) – Eltern gehen von 66 % aus; Kinder sagen: 67 %
  • Im Internet surfen – Eltern gehen von 64 % aus; Kinder sagen: 66 %
  • Musik-Streaming – Eltern gehen von 53 % aus; Kinder sagen: 55 %

Aber – und das wird kaum überraschen – Jugendliche sagen, dass sie einen Teil dessen, was sie ansehen, durchsuchen und streamen, vor ihren Eltern geheim halten. Auf die Frage, ob sie manchmal bestimmte Online-Aktivitäten vor ihren Eltern verbergen, gaben 59 % der Jugendlichen weltweit an, dass sie dies in der einen oder anderen Form tun würden, darunter:

  • Löschen des Browserverlaufs: 26 %
  • Browser schließen/verkleinern, wenn die Eltern in der Nähe sind: 21%
  • Verstecken oder Löschen von IMs oder Videos: 15 %
  • Lügen oder Verschweigen von Details über Online-Aktivitäten: 15 %
  • Nutzen eines Geräts, das die Eltern nicht überprüfen: 10 %

Ein Auge auf die Kinder haben: Eltern überwachen die Handynutzung vorzugsweise „manuell“

Eltern sind relativ zurückhaltend bei der Verwendung von Überwachungs-Apps; sie ziehen einen direkten Ansatz vor. Die Nutzung von Kindersicherungssoftware auf Smartphones lag im weltweiten Durchschnitt bei 27 %, wobei Indien (37 %) und Frankreich (33 %) führend waren, während Japan mit 12 % am unteren Ende lag.

Die Eltern scheinen die Kontrolle größtenteils selbst zu übernehmen und führen verschiedene Methoden zur Überwachung der Online-Aktivitäten ihrer Kinder an:

  • Beschränkung auf eine gewisse Tageszeiten oder der Dauer insgesamt, in der das Kind am Bildschirm sitzen darf (59 %)
  • Überprüfen der Websites oder Apps, die das Kind besucht oder nutzt: 56 %
  • Durchsicht von Anruflisten oder Textnachrichten auf dem Smartphone des Kindes: 40 %
  • Eltern folgen dem Kind auf Social Media oder sind „Freunde“: 35 %
  • Verfolgen des Standorts des Kindes über GPS-Apps oder -Software: 30 %

Mobile Geräte von Kindern sind weniger gut geschützt – weshalb sie Ziel von Hacks und Angriffen werden können

In Übereinstimmung mit anderen Untersuchungen, die wir kürzlich durchgeführt haben, verlassen sich Familien immer mehr auf das Mobiltelefon, ohne den Schutz für die Smartphones, auf die sie sich so sehr verlassen, zu verbessern.

Unsere Anfang 2021 veröffentlichte Studie ergab eine zweistellige Zunahme mobiler Aktivitäten wie Online-Banking, Einkäufe, Finanzen und Arztbesuche, die allesamt hochwertige Daten erzeugen können, die für Hacker und Cyberkriminelle ein Anreiz sind. Trotz dieses zunehmenden Vertrauens in das Mobiltelefon bleiben viele Smartphones weltweit ungeschützt. Dabei sind die Telefone von Kindern weniger gut geschützt als die ihrer Eltern.

Aufgrund dieser Sicherheitsmängel kann Malware eingeschleust werden, es gibt Daten- und Identitätsdiebstähle, illegale Kryptomining-Apps auf dem Gerät und andere Angriffe, die ein Risiko für Kinder und ihre Familien bilden.

Falsche Vorstellungen über den Online-Schutz können zu einer naiven Sorglosigkeit verleiten. Unsere Umfrage ergab, dass 49 % der Eltern glauben, dass ein neues Handy sicherer ist als ein neuer Computer, und 59 % der Teens und Tweens sind überzeugt, ein neues Handy sei sicherer. Beide leugnen die Tatsache, dass Smartphones, genau wie jedes andere Gerät, Hacks und Angriffen ausgesetzt sind.

Vor diesem Hintergrund berichteten mehr als ein Drittel der Familien, dass ein Kind in ihrem Haushalt Opfer eines Lecks in Bezug auf Finanzdaten geworden ist, und 15 % gaben an, dass versucht wurde, das Online-Konto oder die Identität eines Kindes zu stehlen. Da Smartphones Kindern einen wichtigen Zugang zum Internet bieten, würde eine stärkere mobile Sicherheit in jedem Fall dazu beitragen, solche Angriffe zu verhindern.

Teens und Tweens in vielen Ländern verlassen sich beim Online-Unterricht stark auf das Handy

Der Schutz mobiler Geräte und der Familienmitglieder, die sich darauf verlassen, gewinnt noch mehr an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass Kinder in manchen Ländern beim Online-Lernen sehr stark auf ihre Smartphones angewiesen sind.

Obwohl die Nutzung von Mobiltelefonen für das Online-Lernen mit 23 % weltweit relativ gering war, gaben Eltern und Kinder in drei Ländern an, dass sie in hohem Maße über Mobiltelefone am Unterricht und an Kursen teilnehmen. In Indien waren es 54 %, in Mexiko 42 % und in Brasilien 39 %, was wiederum nahelegt, dass Mobiltelefone vielen Kindern die zuverlässigste Breitbandverbindung bieten, die für einen solchen Unterricht erforderlich ist. Mit anderen Worten: Es gibt Haushalte, in denen die Breitbandverbindung nicht über einen Kabel- oder Glasfaseranschluss, sondern über das Mobilfunknetz erfolgt.

In anderen Ländern sind die Zahlen für mobiles Online-Lernen deutlich niedriger, z. B. in Deutschland mit nur 7 %, in Frankreich mit 8 % und in Japan mit 11 %. Die USA, Kanada und das Vereinigte Königreich meldeten allesamt Raten von 17 %.

Kindererziehung auf dem Handy: Zusehen, wie sie erwachsen werden

„Da Smartphones Kindern einen wichtigen Zugang zum Internet bieten, würde eine stärkere mobile Sicherheit dazu beitragen, derartige Angriffe zu verhindern.“

Noch nicht erwähnt haben wir, wie viele Online-Einkäufe und Bankgeschäfte Kinder über ihre mobilen Geräte tätigen. Keine Frage, auch Teens und Tweens tun diese Dinge, und zwar mit einer Gesamtrate von 25 % bzw. 12 % über alle Altersgruppen hinweg. Es überrascht nicht, dass diese Zahlen steigen, je mehr sich die Jugendlichen dem Erwachsenenalter nähern. Dies erinnert uns daran, dass unsere Kinder Hand in Hand mit ihren Smartphones heranwachsen, was von uns als Eltern einiges abverlangt, während sie erwachsen werden und sich an ihre mobile Welt anpassen.

Wie bei allen elterlichen Pflichten gibt es Momente, in denen man zwar weiß, was für einen selbst und sein Kind richtig ist, aber nicht, wie man sich verhalten soll. Das ist bei Smartphones und dem Internet ganz allgemein zweifellos der Fall. Obwohl wir zumindest als Erwachsene mit dem Internet „gewachsen“ sind, treten immer wieder Fragen auf: neue, alte, solche, von denen wir nicht einmal wussten, bis wir damit konfrontiert wurden.

In diesem Sinne freuen wir uns, dass Sie in unserem Blog vorbeischauen. Und Sie sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen, wann immer Sie können. Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist es, Ihnen als Eltern Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die Ihre Fragen beantworten, sowie Artikel über Online-Schutz ganz allgemein, sozusagen als Hintergrundlektüre. Unser Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, darüber nachzudenken, was das Beste für Ihre Familie ist, und Ihnen einige Ideen zu geben, wie Sie dies umsetzen können, angesichts der Tatsache, dass unsere Kinder in einer höchst mobilen Welt heranwachsen. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie im vollständigen Bericht (in englischer Sprache) hier.

 

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