Schutz vor Jobbetrug bei älteren Menschen

Leider ist Online-Job-Betrug, der auf ältere Person abzielt, schon seit Jahren ein Problem. Momentan machen Cyberkriminelle jedoch Überstunden, um Tricks zu entwickeln, die das Bedürfnis der Arbeitssuchenden nach finanzieller Sicherheit während der Pandemie ausnutzen.

Nach Angaben des Better Business Bureau (BBB) verloren die Amerikaner im Jahr 2020 mehr als 62 Mio. Dollar durch Arbeitsangebotsbetrug. Da die staatliche Arbeitslosenunterstützung im September auslief, wird diese Zahl voraussichtlich steigen, weil mehr Menschen online nach Arbeit suchen.

Gefälschte Online-Stellenanzeigen sind oft schwer zu erkennen, da die Betrüger ihre Angebote auf die gleiche Weise wie seriöse Arbeitgeber veröffentlichen: über Anzeigenportale, Job-Websites und beliebte soziale Netzwerke. Sie versprechen den Arbeitssuchenden Chancen und Hoffnungen, sind aber nur dafür konzipiert, die persönlichen Daten der Bewerber zu erlangen oder sie dazu zu verleiten, Geld zu schicken.

Gefälschte Online-Stellenanzeigen

Im Folgenden finden Sie Beispiele für Online-Job-Betrug, die Senioren zum Ziel haben, und einige Möglichkeiten, wie Sie nicht darauf hereinfallen.

Gefälschte LinkedIn-Jobangebote.

Letztes Jahr hat die Federal Trade Commission (FTC) einen Betrug auf LinkedIn aufgedeckt und unschädlich gemacht, bei dem ein Unternehmen potenziellen Bewerbern eine Direktnachricht schickte, in der eine hochbezahlte Stelle versprochen wurde, die noch nicht veröffentlicht worden wäre. Der Haken? Die Bewerber wurden aufgefordert, eine Gebühr von bis zu 2.500 $ für das Vorstellungsgespräch zu zahlen. Möglicherweise gibt es Variationen dieses Betrugs, die LinkedIn als Kanal für die Verbreitung nutzen.

Betrügerische Arbeitgeber.

Einige Betrüger sind besonders dreist und veröffentlichen Stellenausschreibungen unter Verwendung der Namen, Logos und sogar Mitarbeiternamen seriöser Unternehmen, um ahnungslose Arbeitssuchende zu Fake-Vorstellungsgesprächen zu locken. Nach einem Fragebogen oder einem Vorstellungsgespräch teilt das Unternehmen dem Bewerber mit, dass er die Stelle bekommen hat. Anschließend werden persönliche Daten erfasst, genau wie bei einem legitimen Einstellungsprozess – nur dass es die Arbeitsstelle gar nicht gibt.

Betrug bei Angeboten für Heimarbeit.

Ein beliebter Trick besteht darin, dass ein Unternehmen Arbeitssuchenden ein sechsstelliges Einkommen für Heimarbeit anbietet, mit dem Versprechen, dass man „sein eigener Chef sein“ und „seine Zeit frei einteilen“ kann. Der Haken: Arbeitssuchende müssen zunächst ein Starterkit oder eine Art Online-Coaching-Paket erwerben, um das „Angebot“ wahrnehmen zu können. Danach meldet sich das Unternehmen nicht mehr oder stellt dem Verbraucher Unsummen für Schulungen in Rechnung, die nie stattfinden.

Identitätsdiebstahl.

Nach Angaben des BBB gibt es Fälle, bei denen Arbeitssuchende potenziellen Arbeitgebern persönliche Daten übermitteln, die dann für betrügerische Zwecke missbraucht werden. Mitunter finden sogar echt erscheinende Online-Vorstellungsgespräche statt – nur dass der Arbeitgeber nicht vor der Kamera zu sehen ist. Er fragt während des Gesprächs nach persönlichen Daten, einschließlich Anmeldeinformationen für Online-Banking, die für die direkte Einzahlung eines Gehaltsschecks benötigt würden.

Erkennen und Vermeiden von Betrug

Umständlicher Einstellungsprozess.

Wenn ein Arbeitgeber versucht, Sie per SMS, E-Mail oder über ein Videointerview, bei dem nur sein Foto erscheint, einzustellen, sollte das ein Warnzeichen sein. Seriöse Arbeitgeber, ganz gleich, wie klein sie sind, haben ein professionelles Einstellungsverfahren. Sicherheitstipps für die Online-Arbeitssuche: 1) Rufen Sie das Unternehmen an, um sich zu vergewissern, dass das Stellenangebot seriös ist. 2) Überprüfen Sie den Namen des Unternehmenskontakts über LinkedIn und prüfen Sie die Identität der Person, mit der Sie kommunizieren. 3) Erwägen Sie die Nutzung einer umfassenden Sicherheitssoftware, um Ihre Geräte vor Malware zu schützen, die über Phishing-E-Mails von angeblichen Arbeitgebern verschickt wird.

Geldforderungen.

Ein seriöser Arbeitgeber wird von einem potenziellen oder neuen Mitarbeiter keine Zahlungen fordern. Er wird auch nicht verlangen, dass Sie im Rahmen Ihrer Beschäftigung für „Schulungen“ oder „Software“ bezahlen. Sicherheitstipp für die Online-Arbeitssuche: Prüfen Sie mit dem BBB Scam Tracker, ob Betrugsfälle im Zusammenhang mit einem Unternehmen aufgetreten sind.

Schecks.

Wenn ein Arbeitgeber Ihnen einen Bankscheck oder sogar einen Firmenscheck schickt, sollten Sie wissen, dass er möglicherweise nicht echt ist, selbst wenn Ihre Bank ihn für eine Einzahlung akzeptiert. Vermutlich kann er nicht eingelöst werden. Verschiedene Arten von Scheckbetrug können ahnungslose Opfer über Anzeigen anlocken, in denen Steller für Verkäufer, Support-Mitarbeiter, Testkäufer, Autofolierer, Pflegekräfte und Fotografen ausgeschrieben werden.

Frage nach Ihren persönlichen Daten.

Wenn ein Arbeitgeber Sie sofort nach personenbezogenen Daten wie Ihrer Sozialversicherungsnummer, Ihrem Geburtsdatum, Ihrer Führerscheinnummer usw. fragt, handelt es sich wahrscheinlich um einen Betrüger. Sicherheitstipp für die Online-Arbeitssuche: 1) Die Bankverbindung wird für Überweisungen benötigt, die aber erst erfolgen sollten, nachdem Sie einen Arbeitgeber persönlich getroffen haben. Wenn Sie sich für eine Heimarbeitsstelle bewerben, warten Sie auf einen unterschriebenen Vertrag, und überprüfen Sie das Unternehmen und das Angebot gründlich, bevor Sie Ihre Kontodaten weitergeben. 2) Erwägen Sie die Verwendung eines virtuellen privaten Netzwerks, um sensible Informationen an Ihren Arbeitgeber zu senden.

Dringlichkeit und Aufdringlichkeit.

Jobbetrüger haben es auf Menschen abgesehen, die gestresst sind und verzweifelt nach Arbeit suchen. Wenn der potenzielle Arbeitgeber Sie dazu drängt, Informationen oder Geld zu senden oder möglichst schnell zu handeln, haben Sie es möglicherweise mit Betrug zu tun. Sicherheitstipp für die Online-Arbeitssuche: Halten Sie kurz inne und fragen Sie sich: „Klingt das seriös?“ Bitten Sie ggf. einen Freund oder Verwandten um seine Meinung.

Ressourcen für Senioren

Informieren Sie sich.

Benötigen Sie Ratschläge? Rufen Sie die AARP Fraud Watch Network-Helpline gebührenfrei unter 877-908-3360 an. Informieren Sie sich unter aarp.org/fraudwatchnetwork über Betrügereien, die auf Senioren abzielen.

Melden Sie Job-Betrug.

Wenn Sie Opfer eines Betrugs oder eines Betrugsversuchs geworden sind, melden Sie dies der FTC, demIC3, dem FBI, und unter IdentityTheft.gov.

Zu guter Letzt: Denken Sie daran, dass auch seriöse Stellenbörsen wie Indeed, Monster und LinkedIn gefälschte Unternehmen, Fake-Inserate und großartig wirkende Stellenangebote enthalten können, die einem unvorsichtigen Arbeitssuchenden nichts als Kummer und Enttäuschung bereiten werden.

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