McAfee-Studie:
Anhaltender Anstieg von Reisekosten führt Schnäppchenjäger vermehrt in Betrugsfallen. Jeder zweite Deutsche (48 %) ist bereits Opfer von Reisebetrug geworden!
- 9 von 10 Reisenden (91 %) fühlen sich unter Druck gesetzt, schnell zu buchen
- Jeder Dritte (35 %) gibt zu, Warnsignale ignoriert zu haben, um kein Angebot zu verpassen.
- KI-generierte Fälschungen & Fake QR-Codes zählen zu neuen Betrugstrends
- 47 % der Opfer mit finanziellen Einbußen, verloren mehr als 500 Euro
München, 20. Mai 2026 – Frühlingszeit ist Urlaubsbuchungszeit: Frühbucher sicherten sich in der Vergangenheit häufig günstige Angebote für Sommerurlaube und Kurztrips, vor dem üblichen Preisanstieg. Die aktuelle Studie von McAfee zeigt, dass steigende Kosten und der daraus resultierende Zeitdruck dazu führen, dass Verbraucher bei der Buchung der geliebten Urlaubsreise größere Risiken eingehen. Diese Umstände laden Betrüger geradezu ein, neue Betrugsmaschen anzuwenden.
Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse von McAfee Labs, dass es für Verbraucher immer schwieriger ist, echte von gefälschten Angeboten zu unterscheiden, neben der Fälschung renommierter Online-Reiseanbieter, überkleben Betrüger z. B. bestehende QR-Codes mit gefälschten und führen Verbraucher somit auf Betrugsseiten. Diese Arten von Betrug stellen somit vor und während des Urlaubs eine Gefahr dar. Zusammen unterstreichen diese Trends die zunehmende Notwendigkeit für Verbraucher, besonders wachsam zu sein, um sich vor verdächtigen Links, Nach-richten und Buchungsseiten zu schützen. Aufgrund der höheren Risikobereitschaft und der häufigeren Nutzung von sozialen Medien, sind speziell Männer und Personen unter 45 Jahren besonders betrugsgefährdet.
Trotz des wachsenden Bewusstseins für reisebezogene Bedrohungen gehen viele Deutsche immer noch große Risiken vor und während ihrer Reisen ein!
Sicher in den Urlaub? Das sagt die McAfee Studie:
- 56 % der Deutschen gibt an, dass durch KI generierte Inhalte Reisebetrug schwerer zu erkennen machen als herkömmliche Betrugsmaschen.
- 48 % sind bereits auf einen Betrug im Zusammenhang mit Reisen hereingefallen, und 36% von ihnen haben dadurch Geld verloren.
- 27 % geben zu, dass sie Warnsignale ignoriert haben, um keine Schnäppchen zu verpassen
- 36 % derjenigen, die Opfer eines Reisebetrugs wurden, haben Geld verloren
- 47 % derjenigen, die Geld verloren haben, verloren mehr als 500 €
- 35 % vertrauen Nachrichten, die scheinbar von Fluggesellschaften oder Hotels stammen, ohne sie zu überprüfen
- 40 % der Männer (gegenüber 34 % der Frauen) und 40 % der jüngeren Verbraucher (unter 45 Jahren gegenüber 32 % der 45-jährigen) würden ein günstiges Urlaubsangebot buchen, ohne das Angebot auf Seriosität zu prüfen.
Untersuchungen des McAfee Labs-Teams ergaben zudem Betrugstrends:
- KI-generierte Identitätsfälschung von Reiseanbietern nimmt überhand: Fast ein Viertel der befragten Verbraucher gaben an, sich einem gewissen Betrugsrisiko auszusetzen, indem sie vorschnell auf Links klicken und erst später, wenn überhaupt, Fragen stellen. Über ein Drittel (35 %) der Deutschen hat bereits eine gefälschte Nachricht von jemandem erhalten, der sich als renommierter Reiseanbieter ausgibt, 16 % geben zu, sich nicht sicher zu sein, ob es sich dabei um den echten oder um einen Fake-Reiseanbieter handelte.
- Verbraucher bleiben auch auf Reisen Online aktiv: Das Scannen von QR-Codes unterwegs ist für die meisten Deutschen auf Reisen ganz normal, doch die Überprüfung der Echtheit dieser QR-Codes ist derzeit nicht verbreitet.
„Die Reisekosten steigen derzeit in Deutschland exorbitant, das verändert die Art und Weise, wie Menschen Entscheidungen treffen“, sagte Abhishek Karnik, Leiter der Bedrohungsforschung bei McAfee. „Wenn die Preise hoch sind und die Verfügbarkeit knapp erscheint, handeln Menschen aus psychologischen Gründen unüberlegter. Betrüger nutzen dies um sich als renommierter Reiseanbieter ausgeben, denen die Verbraucher bereits vertrauen. KI macht eine rasche, überzeugende und leicht skalierbare Erstellung dieser Betrugsmasche möglich. McAfee hat deshalb Tools entwickelt, um Menschen dabei zu helfen, verdächtige Links, Nachrichten und Buchungsseiten zu erkennen, bevor sie daraufklicken.“
Die folgenden Listen zeigen häufige Betrugsmaschen und Alltagsgewohnheiten auf, die Reisende gefährden:
4 Wege, wie steigende Reisekosten zu riskanten Entscheidungen führen
- 9 von 10 Reisenden (91 %) fühlen sich unter Druck gesetzt, schnell zu buchen.
- Jeder Dritte (35 %) würde ein günstigeres Angebot buchen, bevor er dessen Seriosität überprüft hat.
- Jeder Dritte (35 %) gibt zu, Warnsignale ignoriert zu haben, um kein Angebot zu verpassen.
- Jeder Dritte (36 %) vertraut Nachrichten, die scheinbar von Fluggesellschaften oder Hotels stammen, ohne sie zu überprüfen.
9 Wege, wie Reisende sich unbewusst einem Risiko aussetzen
- Verbraucher nutzen ihr Smartphone, um während der Reisen Reiseinformationen abzurufen (93 %).
- Nutzung öffentlicher WLAN-Netze auf Reisen (87 %).
- Scannen von QR-Codes auf Reisen (77 %).
- Verbindung zu öffentlichem WLAN in einem Hotel oder Café (65 %)
- Nutzung von WLAN am Flughafen (52 %).
- QR-Codes für Speisekarten, Tickets oder Dienstleistungen gescannt (42 %)
- Reise-Updates in Echtzeit in sozialen Medien geteilt (19 %).
- Anmeldung bei Banking- oder Finanz-Apps über öffentliches WLAN (18 %).
- Nutzung gemeinsamer oder öffentlicher Computer (13 %).
7 Reisebetrugsmaschen, auf die Reisende am ehesten hereinfallen
- Gefälschte Buchungsbestätigungen und Reise-Updates (18 %).
- Gefälschte Ferienwohnungsanzeigen (16 %).
- Gefälschte Reiseangebote oder Werbeaktionen (15 %).
- Manipulierte oder irreführende Unterkunftsanzeigen (15 %).
- Zahlungsaufforderungen außerhalb offizieller Plattformen (12 %).
- Gefälschte Websites von Fluggesellschaften oder Hotels (12 %).
- Vortäuschung einer Identität als Kundendienstmitarbeiter einer Fluggesellschaft oder eines Hotels (9 %).
So können Reisende das Risiko in diesem Sommer verringern
- Nutzen Sie Tools zur Betrugserkennung, wie McAfee´s Scam Protection oder McAfee´s QR-Code Scam Checker, um Links, Nachrichten und QR-Codes zu überprüfen, bevor Sie darauf klicken.
- Buchen Sie direkt über offizielle Plattformen von Fluggesellschaften, Hotels oder Reiseanbietern und nutzen Sie Tools, die dabei helfen, gefälschte oder ähnlich aussehende Buchungsseiten zu erkennen.
- Seien Sie vorsichtig bei Angeboten, die ungewöhnlich dringlich oder stark rabattiert wirken, und überprüfen Sie Links oder Bestätigungen, bevor Sie handeln
- Schützen Sie Ihre Verbindung in öffentlichen WLAN-Netzen mit einem sicheren virtuellen privaten Netzwerk (VPN).
Methodik
Eine im März 2026 durchgeführte McAfee-Umfrage konzentrierte sich auf Reiseabsichten für die nächsten 12 Monate, Erfahrungen mit Reisebetrug und die Wahrnehmung sowie das digitale Verhalten von Verbrauchern auf Reisen. Diese Ergebnisse stammen von einer Stichprobe von 1.000 Personen über 18 Jahren mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten. Der Gesamtumfang dieses Projekts umfasste Antworten von 6.000 Personen aus Australien, Frankreich, Deutschland, Japan, den USA und Großbritannien.
Über McAfee
McAfee Corp. ist ein weltweit führender Anbieter von Online-Schutzlösungen für Verbraucher. Mit dem Schwerpunkt auf dem Schutz von Menschen in einer stets vernetzten Welt passen sich die Lösungen von McAfee den Bedürfnissen der Nutzer an und statten Einzelpersonen und Familien mit sicheren, intuitiven Tools aus. Weitere Informationen finden Sie unter www.mcafee.com.